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Das m.M.n. einfachste Argument gegen Gott ist: Welcher Gott? Wenn die Menschen von Gott sprechen, reden Sie von unterschiedlichen Göttern (Gott, Allah, Shivah usw.). Insofern muss derjenige, der an einen dieser Götter glaubt, gute Argumente gegen all die anderen haben. Andernfalls müsste er ja an sie alle glauben. Leider kann jedes Argument, welches er vorbringen könnte, von einem anders gläubigen genauso gegen ihn und seinen Gott vorgebracht werden. Da die Götter nicht alle existieren können (zumindest glaubt ja niemand an alle), bleibt nur eine Möglichkeit übrig. Es existiert keiner von ihnen.

Danke für diesen Einwand, den ich zwar ganz gut verstehen, ihm aber nicht ganz beipflichten kann. Warum nicht, das will ich Ihnen in einem kurzen Denkexperiment zeigen. Stellen wir uns nur für einen kurzen Moment vor, dass es wirklich stimmt, was Christen glauben: Dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden und folglich tatsächlich der ist, der er behauptete zu sein – der menschgewordene Gott selbst.

Wenn das wirklich stimmen sollte, hat das natürlich große Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit anderer Glaubensgemeinschaften: Muslime, Hindus, Buddhisten, Juden etc., alle lägen falsch damit, wenn bzw. weil sie die Göttlichkeit Jesu verneinen. Aber wenn genau diese Sache stimmt, stimmt auch ein zentraler Satz Jesu – nämlich:

Niemand kommt zu Gott, dem Vater, als nur durch mich. (Johannes 14,6)

Wenn es also stimmt, was Christen von Jesus sagen, ist die Glaubwürdigkeit aller anderen Religionen bis ins Mark erschüttert. Das gilt natürlich auch andersherum: Wenn es nicht stimmt, was Christen von Jesus sagen, ist der christliche Glaube falsch und eine riesige Lüge. Dann hat entweder eine andere Religion Recht oder vielleicht auch gar keine. Und dass die Auferstehung Jesu für die Stimmigkeit der christlichen Botschaft essentiell ist, da ist selbst das Neue Testament brutal ehrlich, wir lesen dort:

Wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion. (1. Korinther 15, 17)

Nun bin ich davon überzeugt, dass es sowohl gute subjektive als auch gute objektive Gründe dafür gibt, dass es stimmt, was Christen von Jesus behaupten. Dass er wirklich von den Toten auferstanden ist. Genau aus diesem Grund bin ich im Jahr 2009 Christ geworden. Ich bin mir natürlich sehr bewusst, dass die subjektiven Gründe für die Auferstehung in den Ohren der Skeptiker wahrscheinlich Schall und Rauch sind. So war es einst zumindest bei mir.

Aber – Gott sei Dank – gibt es wie gesagt nicht nur gute subjektive, sondern auch gute objektive Gründe. Christen glauben ja, dass die Auferstehung Jesu wirklich ein historisches Ereignis ist, dass der kritischen Prüfung durchaus standhalten kann. (Vgl. auch den Blogbeitrag „Fakt oder Fiktion? Die Auferstehung Jesu„) Ich weiß natürlich auch, dass „gute objektive Gründe“ für die Auferstehung nicht der schlussendliche Grund sein können, sofort und gleich Christ zu werden. Aber das verlangt ja auch niemand, das wäre auch ziemlich töricht. Die Argumente für die Auferstehung können aber durchaus ein ernst zu nehmender Anhaltspunkt sein, auf dem weiteres Denken, Nachfragen und Nachforschen aufbauen kann.

Ich kann letztendlich immer nur von mir selbst berichten: Ich für meinen Teil fand die objektiven Gründe für Jesus und seine vermeintliche Auferstehung gut – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Aber immerhin so plausibel, dass ich einen (testweisen) zweiten Schritt gewagt habe, um dem Thema intensiver auf den Zahn zu fühlen. Und auch, wenn es sicherlich nicht von jetzt auf gleich war, stellte ich fest, dass zu den guten objektiven Gründen, die mir für Jesus vorlagen, auch gute subjektive Gründe kamen. Jesus sagt schließlich selbst:

Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen.

Diese Kombination aus subjektiven wie objektiven Gründen war es, die mich zu der Überzeugung hat kommen lassen, dass es wirklich stimmt, was Christen glauben. Und wie gesagt: Wenn das stimmt, dann hat das ganz gewaltige Auswirkungen auf die Stimmig- und Glaubwürdigkeit aller anderen Glaubensgemeinschaften weltweit.

 

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