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Ich habe das auch mal getan, habe gebetet zu Gott, habe mal Jesus angenommen, wie Sie sagen, sich mal auf den Glauben einlassen. Es ging mir sehr schlecht. Ich habe oft gebetet, zu Jesus, zu Gott. Es hat sich nichts getan. Nein, es ging mir noch schlechter. Das hatte den gleichen Effekt, ob ich zur Wand bete. Für mich ist das Thema erstmal erledigt, gebe mich keiner Illusion mehr hin. Soll aber jeder das glauben, was er mag.

Danke für Ihre ehrlichen Worte. Ich kann Sie – aus eigener Erfahrung – sehr gut nachvollziehen. Ich betete, nichts tat sich. Das ist nicht nur ernüchternd, das ist sogar zutiefst deprimierend. Für mich war es das zumindest… Trotz allem ist es natürlich wichtig, dass Sie sich fragen, was Ihre Hauptmotivation ist, v.a., wenn es um einen solch wichtigen Schritt wie das Sicheinlassen auf den Glauben geht. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es ist ja nichts Falsches daran, sich an Gott zu wenden, wenn man in einer schweren Situation steckt. Aber gerade in solch einer passiert es sehr schnell, Gott als eine Art „Mittel zum Zweck“ zu betrachten. So war es zumindest einst bei mir, ich kann natürlich nicht sagen, wie es bei Ihnen ist.

An dieser Stelle helfen aber ein paar „Kontrollfragen“, um sich und seiner Motivation einmal auf die Schliche zu kommen. Möchten Sie Christ werden, um Gott zu dienen oder um sich von Gott bedienen zu lassen? Letzteres wäre eine Art „Magie“, ein Versuch, sich durch Ihre Gebete Gott gefügig zu machen. Ich habe Gott einst nicht vertraut, ich wollte ihn vielmehr benutzen. Ich denke, wir können da ganz ehrlich sein. Wir alle beginnen unsere Reise zu Gott, weil wir etwas von ihm wollen. Aber wir müssen uns auch der Tatsache stellen, dass wir ihm unser ganzes Leben schulden – wegen dem, was er bereits für uns getan hat. Gott ist ja nicht nur unser Schöpfer, sondern auch unser Erlöser, der uns zu einem ungeheuren Preis freigekauft hat.

Wenn wir ihre Reise zu Gott beginnen, denken wir meist:

„Was muss ich tun, um dieses oder jenes von ihm zu kriegen?“

Aber vielleicht sollten wir uns viel eher die Frage stellen:

„Was ich tun, um ihn zu kriegen?“

Wäre ich diesen Schritt einst nicht gegangen, es ginge Ihnen wahrscheinlich wie Ihnen jetzt. Ich hätte nie den wirklichen Gott kennengelernt, sondern allenfalls an irgendeine billige Karikatur bzw. Illusion von ihm geglaubt.

 

 

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