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Laut neuesten Erkenntnissen basiert die Geschichte von Adam und Eva im Paradies auf einer Erzählung, die bereits 800 Jahre früher verfasst wurde (ugaritische Tontafeln aus dem 13 Jhdt. v.Chr.). Anders als in der Bibel ist Adam in dieser Geschichte Gott der gegen einen anderen Gott kämpft und Eva hat mit der “Ursünde” überhaupt nichts zu tun. Wie kann man der Bibel Glauben schenken, wenn einige Geschichten in ihr einfach nur ab – und umgeschrieben wurden und Jesus sich aber immer wieder auf das Alte Testament beruft?

Danke für diese gute Frage, hinter der allerdings ein Missverständnis steckt: Selbst als Christ, der die Bibel wörtlich nimmt, bin ich nicht auf ein bestimmtes Erdentwicklungsmodell festgelegt. Ihr Einwand beruht ja darauf, die biblische Erzählung von Adam und Eva 6.000 Jahre v. Chr. zu datieren. Ein Vertreter des „Kurzeit-Kreationismus“ (Young Earth Creationism) würde Ihnen da auch zustimmen.

Es liegt aber ein Missverständnis vor, dass heutzutage (durch die Medien bedingt) leider sehr häufig auftritt – nämlich die Auffassung, dass Christen, die die Bibel wörtlich nehmen, auf eine 6-Tage-Schöpfung festgelegt sind und deshalb ein Erdzeitalter von 6.000 Jahre anzunehmen haben. Dem ist freilich nicht so.

So gehe ich – mit vielen anderen Christen – im Sinne eines “Progressiven Kreationismus” (einer der verbreitetsten Formen eines Langzeit-Kreationismus) davon aus, dass das Universum 13,7 Milliarden Jahre und die Erde 4,6 Milliarden Jahre alt ist. Aus PK-Sicht ist die Zeit von Adam und Eva vor rund 150.000 Jahren zu datieren – damit wären die ugaritischen Tontafeln sogar etliche Jahrtausende jünger als Genesis 1.

Von Abschreiben kann daher keine Rede sein – und wenn doch, dann von den damaligen Sprechern des Ugarit 😉

 

 

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