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Haben Sie „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Harari gelesen? Ich finde seine These, der Mensch unterscheide sich von den restlichen Säugetieren v.a. darin, dass er die Imagination entwickelte und darum über so abstrakte Dinge wie Gott, Menschenrechte, Liebe oder Geld kommunizieren könne, sehr erhellend. Es ist zwar kein Argument gegen die Existenz Gottes (braucht man eigentlich auch gar nicht), es zeigt aber sehr schön, wie die Geschichte des Menschen ohne Gott plausibel erklärt werden kann, respektive wie sich die Menschen Gott geschaffen haben könnten.

Danke für Ihre Frage. Nein, das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen; aber ich höre viel Gutes davon.

Ich stimme Ihnen auch zu: Natürlich lässt sich die Weltgeschichte auch ohne Gott plausibel erklären. Aber das sagt klärt eben nicht die grundlegendere Frage, ob es Gott gibt. Denn wenn es ihn nicht gibt, dann trifft Harari vielleicht voll ins Schwarze. Wenn es Gott aber gibt, dann eben nicht. Die Wahrheitsfrage steht für mich daher stets vor der Plausibitätsfrage. Ganz nach dem Motto: Etwas kann plausibel, im Endeffekt aber trotzdem falsch sein.

Das sieht man am besten, wenn einem zwei plausible Standpunkte vorliegen, die sich gegenseitig ausschließen. Plausibiltät ist natürlich wichtig, keine Frage. Ich bin auch davon überzeugt, dass der christliche Glaube plausible Argumente hat (selbst dann, wenn es sich nicht um „zwingende“ Argumente handelt).

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