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33. Argument: An Gott zu glauben war früher viel einfacher und leichter als in der heutigen modernen Welt – das lässt sich nicht von der Hand weisen. Viele Wundererzählung aus der Bibel, kann man heute sehr plausibel erklären (früher Besessenheit, Dämonenaustreibung – heute psychische Störungen, etc.). Vieles (Wetterphänomene, etc.) erschien den Menschen früher als etwas Göttliches, als ein Zeichen – würde heute kaum jemand mehr machen. Wenn es denn einen Gott gibt, dann macht er es einen modernen und aufgeklärten Menschen nicht gerade leicht, vielleicht sogar fast unmöglich, an ihn zu glauben…

Danke für diesen wirklichen guten Einwand. Ich kann ihn gut nachvollziehen und sogar einiges befürworten – natürlich nicht alles. Denn es gibt einfach zu viele Beispiele von modernen, aufgeklärten und durchaus intelligenten Menschen, die auch in unseren Tagen noch feststellen, dass da mehr ist, als die Wissenschaft zu ergreifen mag. Nur mal ein paar Beispiele:

  • Der US-amerikanische Genetiker Francis Collins, derzeitiger Direktor des National Institutes of Health und bis 2009 Leiter des Human Genome Projects – zunächst überzeugter Atheist, heute engagierter Christ.
  • Der Modallogiker, Erkenntnistheoriker und Religionsphilosoph Alvin Plantinga, der vielen als der herausragendste christliche Philosoph seit dem Mittelalter gilt.
  • John Lennox, Professor für Mathematik an der University of Oxford.
  • Antony Flew, Mitte des 20. Jahrhunderts einer der einflussreichsten und führenden Atheisten weltweit, der sich 2005 immerhin zum (deistischen) Glauben an einen Gott bekannte.
  • Und natürlich C.S. Lewis, der an der University of Cambridge den Lehrstuhl für Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance innehatte. Heute vielen ein Name als Autor der “Chroniken von Narnia”. Wie Collins war auch Lewis zuvor überzeugter Atheist.

Der Sinneswandel vom Atheismus zum Glauben lässt sich bei Collins, Lewis und Flew gut in ihren Büchern nachlesen. Auch Lennox hat einige gute Bücher geschrieben, die sich mit dem Thema “Gott, Glaube & Wissenschaft” auseinandersetzen.

Auch wenn es nur ein paar Beispiele sind, können sie zeigen, dass es nicht zwangsläufig unmöglich ist, auch heutzutage als gebildeter und aufgeklärter Mensch der (Post-)Moderne an Gott zu glauben. Auch mich konnte man bis 2009 nicht als überzeugten Christen bezeichnen, davon konnte keine Rede sein. Und es war durchaus eine Überraschung herauszufinden, dass kein Glaube ohne Denken möglich ist. Wer glaubt, muss denken. Ich bin sogar davon überzeugt, dass der Mensch seinen Verstand nicht auf Standby schalten sollte, da Gott ihn zum Anwenden geschaffen hat.

Das haben gerade Menschen wie Collins, Lewis und Flew eindrucksvoll bewiesen. Da hat natürlich jeder seine ganz eigene Story, wobei jede spannend und lesenswert ist. Was mich persönlich betrifft, habe ich einen guten Grund, um die Frage nach Gott nicht zu den Akten zu legen, im hier verlinkten Vortrag zusammengefasst.

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