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„Glauben“ scheint es in zwei Varianten von Definitionen zu geben. Einmal in dem Sinn, etwas für wahr halten und einmal in dem Sinn, Vertrauen in etwas zu haben und treu sein zu etwas.Der religiöse Glaube hat Vertrauen in etwas, was das Vertrauen nicht verdient hat und ist treu zu etwas, das die Treue nicht ebenfalls nicht verdient hat. Letztendlich reduziert sich auch der religiöse Glaube in seiner Definition auf „etwas für wahr halten“, weil man bei Vertrauen auf Gott, daran glaubt, dass Gott existiert, dies also für wahr hält. Das Problem am religiösen Glauben ist, dass man etwas für wahr hält, ohne Argumente oder Belege dafür präsentieren zu können. Diese Art von Glauben ist daher irrational.Glaube ist keine Tugend und sollte nicht hofiert oder unterstützt werden. W! enn man anfängt Dinge für wahr zu halten, für deren Wahrheit es keinerlei gute Argumente oder Belege gibt, dann ist man nicht nur irrational und täuscht sich selbst, sondern man ist nur noch eine Handbreit von einer Illusion und dem Wahn entfernt.Wenn also jemand sagt: “Ja, das kann man nur glauben”, dann sollte man antworten: “Ok, es gibt also nichts vernünftiges dazu zu sagen, und man kann es nur glauben? Nun, dann ist die Entscheidung einfach, denn man sollte überhaupt nichts nur glauben!”Wissen ist eine wahre, gerechtfertigte Meinung und im Gegensatz zu „Glauben“ rational, also vernünftig.

Danke für diesen Beitrag. Ich stimme Ihnen vollkommen zu: Etwas anzunehmen, ohne dafür gute Argumente und Gründe vorzulegen ist – nett ausgedrückt – töricht. Dumm könnte man auch sagen, manche drücken es vielleicht noch drastischer aus. Nun bin ich aber genau davon fest überzeugt: Ich bin fest davon überzeugt, dass Glaube gute Argumente zu liefern hat. Sicherlich, Glaube ist nicht beweisbar, doch aber gut begründbar.

Ich kann nun natürlich nur als Christ sprechen, aber wir Christen glauben ja gerade, dass Gott alles geschaffen hat und damit auch unseren Verstand. Und es wäre daher ziemlich töricht, anzunehmen, dass Gott dem Menschen einen Verstand gibt, nur um dann mit Biegen und Brechen darauf zu drängen, dass er ihn bitteschön aber nicht benutzen soll. Die Tatsache des Verstandes spricht viel eher dazu, dass dieser auch einen Sinn hat und gebraucht werden soll und muss. Gerade deshalb finde ich: Nachfragen, auch und insbesondere kritische Nachfragen zum Glauben sind erwünscht, denn gute Argumente für den Glauben gibt es.

Meine Gedanken zu „Argumenten für Gott“ finden Sie übrigens hier: http://www.mitdenkend.de/argumente-fur-gott/ Und ich erwarte auch gar nicht, dass Sie dort reinlesen lesen und die Sekunde danach gleich aufschreien: „Hurra, ich will Christ werden!“ Das würde mir seltsam erscheinen. Aber vielleicht bleiben Sie bei dem ein oder anderen Gedanken hängen und möchten ganz kritisch nachbohren.  Das fände ich hingegen sehr sympathisch, denn wie gesagt: Kein Glauben ohne Denken!

Dazu daher eine herzliche Einladung und natürlich auch gesegnete Weihnachtsgrüße von meiner Seite aus.

 

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