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Finde es interessant, dass viele Christen denken, der Glaube allein genügt, um ins Himmelreich zu gelangen. Denken Sie unsere Taten bleiben ungesühnt? Glauben Sie, dass das, was Sie tun keine Konsequenzen hat? Verlassen Sie sich nicht auf manche Bibelverse, benutzen Sie Ihren logischen Verstand. Das was wir sähen, werden wir ernten. Es klingt natürlich verlockend einfach, nur zu glauben und das reicht dann schon; aber ich war schon Tod und ich habe viel gesehen und ich weiß, dass der Pfad sehr schmal ist und unsere Taten haben Konsequenzen genauso wie in dieser Welt.

Danke für diesen guten Beitrag. Nein, ich gehe natürlich nicht davon aus, dass Fehlverhalten unbestraft bleibt. Christen glauben schließlich, dass wir es bei Gott mit einem vollkommen gerechten und vollkommen heiligen Gott zu tun haben, der folglich jederlei Form von Ungerechtigkeit und „Unheiligkeit“ bestrafen muss. Sicherlich, für alle, die lediglich die Weichspülversion von Gott kennen, sprich den lieben Gott, der keiner Fliege etwas zu leide tut, dreht sich das Ganze am Ende immer irgendwie zum Guten.

Diese Vorstellung von Gott kann meiner Ansicht nach aber nicht richtig ernst genommen werden, die erscheint mir in der Tat eine Projektion menschlichen Denkens. Nein, der Gott, an den Christen glauben, verurteilt und bestraft natürlich das Böse – begründet durch die Tatsache, dass er nun einmal absolut heilig und gerecht ist.

Fest steht: Wir sind vor Gott schuldig. Das sagt uns nicht nur die christliche Botschaft, sondern auch alle anderen Religionen. Im Gegensatz zu allen anderen gehen Christen aber davon aus, dass der fehlbare Mensch niemals in der Lage sein kann, den Maßstäben eines vollkommen heiligen und gerechten Gottes aus eigener Kraft zu genügen. Oder kennen Sie jemanden, der mal eine Woche lügenfrei, lästerfrei etc. geblieben ist? Ich nicht.

Fest steht also auch: Wir sind nicht nur schuldig vor Gott, sondern auch nicht in der Lage, ein makelloses Leben zu führen. So sehr wir uns auch anstrengen. Das ist aber paradoxerweise genau das, was uns die Religionen erzählen:

„Natürlich kannst Du Gottes Maßstäbe erfüllen und in den Himmel kommen. Du musst Dich nur richtig bemühen. Tue dieses und unterlasse jenes und dann wirst Du vielleicht irgendwann einmal zu Gott kommen.“

Dieses Bild wird uns vor Augen gemalt, aber wir dürfen uns ja fragen: Stimmt das? Kann das wirklich sein? Kann es sein, dass ich, der alleine diese Woche schon so einiges verbockt habe, es durch eigene Leistung schaffe, Gottes Maßstäben und Anforderungen zu genügen? Eine ehrliche Antwort auf diese Frage muss wohl lauten: Nein, natürlich nicht. Ich schaffe es oft ja nicht einmal, meinen eigenen Anforderungen zu genügen, wie soll ich dann jemals Gottes Maßstäben gerecht werden können? An dieser Stelle sagt uns die christliche Botschaft (und da ist sie wie ich finde sehr realistisch):

Du kannst Dir Gottes Anerkennung und Liebe nicht aus eigener Kraft erarbeiten oder verdienen. Das ist unmöglich. Du musst es aber auch nicht: Gott hat, indem er in Jesus selbst Mensch wurde und für Deine Verfehlungen am Kreuz starb, bereits alles getan, damit Du zu Gott kommen kannst. Alles, was Du zu tun brauchst, ist, dieses Angebot zur Vergebung ernst gemeint in Anspruch zu nehmen.

„Moment“, denken Sie nun wahrscheinlich, „dann kommt also jetzt die Stelle, an der Christen sagen, dass alleine an Jesus zu glauben reicht.“ Ich kann diesen Einwand ganz gut nachvollziehen und möchte Ihnen meine Gedanken hierzu auch sagen; da ich das aber bereits an anderer Stelle in diesem Blog schon einmal getan habe, möchte ich Sie hiermit gerne an den Blogbeitrag 142 und Blogbeitag 128 verweisen.

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