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Überall wird erzählt und ist man der Ansicht, dass wenn man die Möglichkeit hat, einzugreifen und etwas zum Besseren zu wenden, dass man das dann auch tun sollte. Ausgerechnet beim »größten moralischen Vorbild«, angeblich der Grundlage aller Moral, behauptet man das Gegenteil. Gott greift nicht ein, obwohl er es könnte, und wird dafür gepriesen. Man preist ihn, wenn er bei einer Nonne Krampfadern heilt, sagt aber nichts dazu, wenn er es bei einem Tsunami nicht tut. Wenn Gott nicht verhindern kann, dass beispielsweise Babys mit AIDS infiziert werden, wieso sollte man dann annehmen, dass er ein Paradies für Menschen schaffen kann? Wenn er es nicht will, wieso sollte man dann annehmen, dass er ein Paradies schaffen will? Wenn das die Grundlage einer Moral ist, dann führt es zu einer absurden Moral.

Danke für diesen nachvollziehbaren Einwand, der ja im Kern die Frage aufgreift, wie ein liebender Gott Leid zulassen kann. Dazu könnte man nun viel zu schreiben. Die gute Nachricht: Das habe ich bereits getan. Die schlechte Nachricht: Sie müssten etwas Zeit opfern und die entsprechenden zwei Texte lesen; hier finden Sie meinen kürzeren, hier meinen längeren Antwortvorschlag. Ich empfehle natürlich, beide Texte zu lesen.

Gut möglich, dass am Ende immer noch kritische Rückfragen zurückbleiben bzw. sogar neue entstehen. Wenn das der Fall sein sollte, schreiben Sie gerne wieder.

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