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93. Jesus Christus bezeichnete seinen Vater als „den einzigen wahren Gott“ (Joh 17:3). Dieses Gebet hatte Jesus Christus in Anwesenheit vom Apostel Thomas zu seinem himmlischen Vater gesprochen. Nachdem Jesus Christus von den Toten auferweckt wurde, sandte Jesus die Botschaft an seine Apostel (einschließlich an den Apostel Thomas): „Ich gehe hinauf… zu meinem Gott und zu eurem Gott“ (Joh 20:17). Und nachdem der Apostel Johannes, gemäß dem Johannes-Evangelium 20:28, berichtet hatte, was der Apostel Thomas gesagt hatte („Mein Herr und mein Gott!“), erklärte er drei Verse weiter: „Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. Das Wort Messias (Hebräisch) bedeutet im griechischen Christus und im deutschen Gesalbter.

Johannes machte also deutlich,dass Jesus nicht der allmächtige Gott ist, sondern der Sohn Gottes. Sowie der von Jehova Gott vorgesehene Messias (Christus, Gesalbter). Übrigens erfüllten sich an Jesus Christus Prophezeiungen über den Messias. Falls also jemand dadurch, dass Jesus Christus in der Bibel als Gott bezeichnet wird (z.B. in Joh 20:28, Jes 9:6) folgern sollte, dass Jesus Christus „der einzige wahre Gott“ ist, tut gut noch einmal zu lesen, was Jesus Christus selbst gemäß Joh 17, 3 und Joh 20, 17 sagte. Und welche Schlussfolgerung der Apostel Johannes eindeutig daraus gezogen hat (Joh 20:31).
Danke für diese (vielen) Gedanken, die auch oft von denjenigen vorgebracht werden, die sich zu den Zeugen Jehvos zählen. Im Gegensatz zu Christen lehnen es die Zeugen Jehovas u.a. ab, dass Jesus Gott selbst ist. Die Diskussionen könnten nun endlos lang sein, ich möchte mich daher nur einmal auf eine – meiner Ansicht aber ganz entscheidende – Stelle konzentrieren: Johannes 1,1. In der Übersetzung der Zeugen Jehovas, der Neuen-Welt-Übersetzung, lesen wir:

Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.  (Joh 1,1, NWÜ)

In der Elberfelder-Übersetzung, die insbesondere für ihre höchst originalgetreue Übersetzung bekannt ist, lesen wir hingegen:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Joh 1,1 EFÜ)

Wie Sie sicherlich erkannt haben, unterscheiden sich die beiden Sätze nur durch ein einziges Wort, das aber so entscheidend ist, dass es die Aussage beider Sätze in ganz andere Richtungen laufen lässt. Während im Text der Elberfelder gesagt wird, dass „das Wort“ Gott war (gemeint ist Jesus), sagt die Neue-Welt-Übersetzung, dass Jesus lediglich ein Gott war.

Hier stehen Sich nun zwei Aussagen krass gegenüber; Grund genug also, einmal in den griechischen Urtext zu schauen um herauszufinden, welche Übersetzung irrt. Ich kann Sie daher nur dazu ermutigen, diese Nachforschungsarbeit einmal zu tätigen, z.B. mit dem Nestle-Aland Novum Testamentum Graece (Griechisch-Deutsch), dem Standardwerk schlechthin, wenn es um das wissenschaftliche Studium und die Auslegung des griechischen Neuen Testaments geht.

Hier zeigt sich, dass im griechischen Urtext „und das Wort war Gott“ nicht aber „und das Wort war ein Gott“ steht; die Neue-Welt-Übersetzung entspricht also nicht dem Urtext. Solche Diskrepanzen zwischen der Bibelübersetzung der Zeugen Jehovas finden sich nicht wenige – bemerkenswerterweise auch v.a. in den Passagen, in den es um die Feststellung, dass Jesus Gott ist.

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